SYMPOSIUM

Aktanten-Netzwerke. Visionen einer hybriden Ko-Existenz von Mensch und Maschine.
Forschung zwischen künstlicher Kunst und menschlicher Kunst.
Sa 6. März 9:30 Uhr bis So 7. März 18 Uhr, Box

KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen treffen in Vorträgen, einer Lesung und Lecture Presentations aufeinander, um Konzepte der Beziehungsformen von Mensch und Computer auszuloten.

In Symposium und Lab soll die Rolle des künstlerischen Umgangs mit Technologie für Mensch und Gesellschaft ausgelotet werden. Das Thema Kunst – Technologie – Verantwortung soll wieder aufgenommen werden, da digitale Technologie (1) heutzutage zum festen, oftmals kaum noch wahrgenommenen und nicht immer hinterfragten Bestandteil unserer durch und durch technischen Umwelt geworden ist. Es ist zudem auffällig, dass (2) viele Kunstwerke mehr und mehr in den Bereichen arbeiten, in denen auch Wirtschaft und Forschung tätig sind, die vielleicht nicht immer zum Wohle des Menschen ausgerichtet sind oder tradierte Vorstellungen von Mensch zutiefst irritieren. Beispiele sind Überschneidungen in den Bereichen: (a) Robotik, KI, Prothetik, medizinische Forschung, Spielindustrie; (b) digitale Tools, die kognitive und kreative Fähigkeiten und Aufgaben des Menschen übernehmen wie Datenbank, Grafikprogramme oder Programme zum Entwerfen; (c) künstliches Leben. Es geht u. a. um Visionen einer hybriden Ko-Existenz von Mensch und Maschine. Diese Visionen werden (3) derzeit auch in den Geisteswissenschaften (Medien und Kulturwissenschaft sowie Soziologie) unter dem Begriff der Aktantennetzwerke verhandelt. Es entstehen neue Verhältnisse von Menschen, Dingen und Technik, in denen der Mensch seine prominente Rolle als intentionales Wesen verliert und andere, nichtmenschliche Entitäten zu Aktanten erhoben werden.

Eine Manifestation dieser Auseinandersetzung ist die Ausprägung von Kunst als Künstlicher oder Menschlicher Kunst. Technologien sind, auch wenn sie jenseits des Menschen entstehen und einer eigenen Dynamik folgen, auf den Menschen bezogen. Gleichwohl können Formen „menschlicher Kunst“ da zu einer Symbiose von Mensch und Technik führen, wo letztere als Erweiterung und Verlängerung des Menschen gesehen und genutzt werden. Menschen sind in einer technischen Existenz, aber nicht umfänglich über das zu beschreiben, was Technologie von ihnen erfassen kann. „Künstliche Kunst“ geht einen anderen Weg, operiert generative Kunstwerke, ohne Zutun des Menschen. Wird damit aber nicht einer Ausgrenzung des Menschen aus technischen und formalisierenden Prozessen Vorschub geleistet?

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